Kenia im Fernsehen :: TV Tipps

10.04.2006, 13:00 - 13:45, MDR

Wenn Aasfresser aufräumen

Jedes Jahr findet in der Serengeti in Tansania und in der Masai Mara in Kenia die weltgrößte Landmigration von Gnus statt. Wenn es in der Serengeti zu trocken wird, brechen die Tiere zu den saftigeren Weidegründen in der Masai Mara auf.

Am Fluss Mara, den die Tiere überqueren müssen, ist jedoch ein Steilufer, das die 50.000 Gnus nicht erklimmen können. Kurze Zeit später treiben Tausende von Kadavern an den Ufern und den Fluss hinab. Für das Ökosystem des Flusses und des umliegenden Landes wäre das ein Desaster, aber die Geierkolonnen machen sich sofort ans Werk: In Kooperation mit Flusspferden und Krokodilen werden die Leichen aufgehäuft und nach und nach beseitigt. Auch in den Savannen kommen die vierbeinigen Aasfresser auf ihre Kosten: Gnus, die es nicht bis zum Fluss geschafft haben, erliegen auf der tansanischen Seite ihrer Schwäche, auf der kenianischen Seite verenden die Tiere, die den Übergang nicht unbeschadet überstanden haben. Gäbe es keine Aasfresser, wären Fluss und Savannen bald nur noch seuchenverbreitende, stinkende Müllhaufen.

Der Film erzählt von der für die Gnus verheerendsten, für die Aasfresser hervorragendsten Zeit des Jahres. Er gibt einen tiefen Einblick in das Sozialverhalten der Aasfresser und vermittelt, welche Arbeit diese Tiere leisten.

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