Kenia im Fernsehen :: TV Tipps

15.08.2006, 10:45 - 11:15, WDR

Malaria

Der Kampf gegen einen Einzeller

Der Stich einer infizierten Stechmücke ist für 300 bis 500 Millionen Menschen pro Jahr der Anfang einer heimtückischen Krankheit: Malaria. Die so ins Blut gebrachten Parasiten sind Meister der Tarnung und schlüpfen im Laufe ihrer Entwicklung im menschlichen Körper immer wieder in ein neues 'Kostüm', so dass sie vom Immunsystem kaum zu bekämpfen sind. Schließlich vermehren sie sich in den roten Blutkörperchen, worauf die für uns lebenswichtigen Zellen zugrunde gehen. Wer infiziert ist, merkt den Befall erst in diesem späten Stadium durch heftige Fieberanfälle. Bis zu drei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Malaria - besonders bei Kleinkindern nimmt die Tropenkrankheit häufig einen tödlichen Verlauf. 'Mega' hat einen Ort besucht, wo der Malaria-Erreger ein großes Problem darstellt und ihr Verbreiter - die Anopheles-Mücke - die Menschen immer wieder infiziert: In Kenia fährt 'Mega' an ein bekanntes Institut, wo Wissenschaftler an neuen Wegen der Bekämpfung arbeiten. Gibt es Möglichkeiten, die Mücke ohne Umweltgifte auszurotten oder sie sogar auszutricksen? Wie wirksam sind Antimückenmittel, so genannte Repellents? Nach mehr als 100 Jahren Malariaforschung gibt es noch immer keinen effektiven Schutz für den Menschen gegen den perfiden Killer. Regelmäßig entwickeln Malaria-Stämme Resistenzen gegen die üblichen Prophylaxe-Mittel. 'Mega' informiert über die Probleme in den Entwicklungsländern und fragt nach wirksamen Therapien, wenn man vom Parasiten befallen ist.

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