Kenia im Fernsehen :: TV Tipps
20.11.2006, 14:15 - 15:00, ZDF
Kilimandscharo - Im Schatten des weißen Berges
Majestätisch thront der Kilimandscharo an der Grenze Tansanias zu Kenia.
Obwohl das Massiv in einer tropisch-heißen Region der Erde liegt, ist der Gipfel teilweise vergletschert. Unterhalb Regenwald an, der in tieferen Regionen in üppige Grassavannen übergeht. Die unterschiedlichen Vegetationszonen geben Elefanten, Elenantilopen, Mantelaffen, Diademmeerkatzen und vielen anderen Tieren eine Heimat.
Mit 5895 Metern über dem Meeresspiegel ist der Kilimandscharo der höchste Berg Afrikas. Seine Gipfel sind schneebedeckt. Schneefelder und Frostschuttwüsten bestimmen das Erscheinungsbild. Und doch ist das Gebirgsmassiv vulkanischen Ursprungs. Ein etwa einen halben Kilometer breiter Krater und aus Steinritzen zischender heißer Dampf erinnern an seine feurige Vergangenheit. Heute ist der Kilimandscharo Lebensraum für Afrikas Tierwelt. Zu den faszinierendsten gehören Elefanten. Sie bevölkern die weitläufigen Wälder in Höhen zwischen 1000 und 3000 Metern. Bedingt durch das feucht-heiße Klima hat sich hier eine einzigartige Flora und dichter Regenwald entwickelt. Zur Regenzeit wandern die Dickhäuter zu den grünen Hängen am Fuß des weißen Berges. In manchen Jahren sammeln sich hier Hunderte der grauen Riesen und bilden eine gigantische Herde. Doch die Zeit der Elefanten vom Kilimandscharo könnte langsam zu Ende gehen. Immer mehr wird das Gebirgsmassiv durch Landwirtschaft geprägt. Der Volksstamm der Jagga baut Bananen, Weizen, Kaffee und Sisal an und bringt sein Vieh zum Weiden auf die ppigen Grassavannen. Nur noch wenige Wege führen in die weiter oberhalb liegenden Regenwälder, in denen neben Diademmeerkatzen auch Mantelaffen zu Hause sind. Ab 4000 Metern Höhe wird es jedoch einsam. Hier überleben nur die Widerstandsfähigsten. Und natürlich unzählige Vogelarten, die erstaunliche Symbiosen mit der bizarr anmutenden Flora eingegangen sind.
In einzigartigen Bildern porträtiert der Film die Tier- und Pflanzenwelt des Kilimandscharo. Dabei werden auch klimatische Besonderheiten erläutert, die das 1987 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärte Gebiet, zu einem außergewöhnlichen Refugium der Natur machen.
(in der Reihe: Wunderbare Welt)