Spektakuläre Tierumsiedlung in Kenia
Der Kenya Wildlife Service (KWS) hat am 8. November begonnen, im Rahmen einer spektakulären zweiwöchigen Aktion über 3.000 Wildtiere aus ihrer Heimat, der Solio Ranch in Laikipia in verschiedene Nationalparks und private Schutzgebiete im ganzen Land umgesiedelt.
Der Hintergrund dieser Aktion ist, dass rund 6.000 der insgesamt 25.000 Hektar des privaten Wildschutzgebietes zur landwirtschaftlichen Nutzung verkauft worden sind. Da das Ökosystems des weiterhin geschützten Teiles der Solio Ranch mit den zusätzlichen Tieren aus dem verkauften Areal überlastet wäre, entschied der KWS, alle dort vorkommenden Huftiere einzufangen und in Regionen überzusiedeln, in welchen die Wildbestände noch nicht so dicht sind, wie zum Beispiel den Ruma Nationalpark am Victoriasee oder das Abderdare-Gebirge. Umgesiedelt werden über 800 Zebras, 200 Impala-Antilopen, rund 1.600 Thomson-Gazellen, 36 Oryx- und 41 Elenantilopen sowie 250 Exemplare der gefährdeten Lelwel-Kuhantilope. In ihrer neuen Heimat werden alle umgesiedelten Tiere wissenschaftlich überwacht, um sicherzustellen, dass Sie sich problemlos an ihren neuen Lebensraum gewöhnen.
Der Kenya Wildlife Service (KWS) ist eine staatliche Behörde, welche mit einem Team engagierter Ranger nicht nur die Nationalparks des ostafrikanischen Safarilandes Kenia betreut und verwaltet, sondern auch Natur- und Tierschutz außerhalb der Parkgrenzen betreibt. Ein weiter wichtiger Fokus des KWS ist die Vermeidung von Konflikten zwischen Wildtieren und Menschen und die Aufklärung der Bevölkerung vor Ort über den unschätzbaren Wert der vielfältigen Tierwelt, mit welcher Kenia reich gesegnet ist (www.kws.org).